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täglich vom 27.10.2018 bis 31.12.2018 10:00
Ausstellung

Sonderausstellung: "Da guck mal da"

Arbeiten Erich Kliefert’s in großer Sonderschau zu sehen

Am 20. Juni jährte sich der Geburtstag des bekannten Stralsunder Malers Erich Kliefert zum 125. Mal. Dieses Jubiläum ist für das STRALSUND MUSEUM ein willkommener Anlass, um mit einer umfangreichen Sonderausstellung an das vielfältige Schaffen dieses großartigen Künstlers zu erinnern. Vom 27. Oktober an bis zum 3. März 2019 werden seine Arbeiten in der Großen Galerie im Katharinenkloster zu sehen sein.
Seit 1924 hatte der Maler und Grafiker Erich Kliefert seinen Lebensmittelpunkt in Stralsund. Hier schuf er sich zusammen mit seiner Frau Mathilde Kliefert-Gießen ein Heim und zog zwei Kinder groß.
Zuvor absolvierte der gelernte Glasmaler bereits ein Studium am Königlichen Kunstgewerbemuseum Berlin. Nach dem er als Soldat aus dem Ersten Weltkrieg unversehrt zurückgegehrt war, setzte er hier seine Studien noch für drei Jahre fort, bis er ab 1921 als Kunsterzieher, Maler und Grafiker tätig wurde.
Von Stralsund aus unternahm Kliefert später Studienreisen bis nach Italien. In der Hansestadt fanden seine Arbeiten zudem schnell Anerkennung. So durfte er Anfang der 1930er Jahre Entwürfe für Plakate, Broschüren und Stadtpläne liefern, mit denen der Tourismus vor Ort in Schwung gebracht werden sollten. Zum 700jährigen Stadtjubiläum entwickelte er einen „Stadtbaukasten“. Sein größtes Auftragswerk gipfelte jedoch in der Ausmalung der Bahnhofshalle mit großformatigen Ansichten von Stralsund und Rügen (1935/36).Damit hat sich für den charismatischen Künstler nicht nur ein Lebenstraum erfüllt, sondern Erich Kliefert hatte sich damit bereits zu Lebzeiten selbst ein Denkmal gesetzt. Mit 52 Jahren, im Februar 45 erneut zum Kriegsdienst eingezogen, überlebte er auch diesmal ohne körperlich Schaden zu nehmen und kam nach kurzer sowjetischer Kriegsgefangenschaft in die Sundstadt zurück. Hier wirkte Erich Kliefert bis ins hohe Alter - leitete mehrere Kunstzirkel, arbeitete als Maler, Grafiker und Restaurator, war Abteilungsleiter an der hiesigen Volkshochschule und wurde mit Beginn seines Rentenalters noch zum freischaffenden Künstler. 1993, zu seinem 100. Geburtstag, ernannte ihn die Stadt zum Stralsunder Ehrenbürger und würdigte damit sein facettenreiches Schaffen.

Text/ Foto: STRALSUND MUSEUM/ privat, Koserower Kunstsalon

Hansestadt Stralsund STRALSUND MUSEUMKatharinenklosterMönchstraße 25-28

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